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Daten und Fakten

Entwicklung der Leistungsangebote

  • Die ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen des AGJ-Fachverbandes haben sich in den flächendeckend entstandenen kommunalen Suchthilfenetzwerken gut etabliert.
  • Der Bereich „ambulante Rehabilitation“ in den ambulanten Suchtberatungsstellen hat sich erfolgreich weiterentwickelt. Er ist für viele Einrichtungen zu einem wichtigen Standbein bei der Erwirtschaftung von Eigenmitteln geworden.
  • Der AGJ-Fachverband führt im Auftrag der Landesstiftung Baden-Württemberg zwei Projekte zum Thema „Sucht im Alter“ in Konstanz und Freiburg durch. Die beiden 50%-Fachkraftstellen sind mit Laufzeit ab 2010 auf drei Jahre befristet.
  • Die Suchtberatungsstellen Freiburg und Müllheim beteiligen sich weiterhin am „Bundesforschungsprojekt zur Steigerung der Lebensqualität im Alter“, das an der Evangelischen Hochschule Freiburg durchgeführt wird.
  • Das in der Suchtberatungsstelle Sigmaringen zusammen mit dem Landkreis und der Polizei entwickelte Präventionskonzept „Festkultur“ wird zunehmend auch von anderen Landkreisen umgesetzt, teilweise mit Beteiligung der regionalen AGJ-Suchtber atungsstellen.

Leistungskennzahlen

Ambulante Suchthilfe

2010 führten unsere ambulanten Einrichtungen in den Bereichen Prävention und Öffentlichkeitsarbeit 605 Veranstaltungen durch, mit denen 15.677 Personen erreicht wurden.

Kontakte zu Personen 2010 2009
Ambulante Beratungs- und Behandlungsstellen 10.241 10.117
Intensive Betreuung (2 und mehr Kontakte) 4.923 4.904
Einzel- und Gruppengespräche 55.137 43.892
Vermittlung in stationäre Rehabilitationskliniken 504 464
Ambulante Rehabilitationsbehandlungen in eigenen Suchtberatungsstellen 184 154
Abrechnung der ambulanten Nachsorge mit den Leistungsträgern 306 311
Wohngemeinschaft „Ambulant Betreutes Wohnen“ (ABW)
Anfragen 242 196
Bewohner/-innen in den Wohngemeinschaften 99 92

 

In der ambulanten Suchtberatung wurden im Jahr 2006 Routinekatamnesen für die Bereiche ambulante Reha und Nachsorge eingeführt. Nach der Umstellung auf die Patfak-Basisdokumentation wurde einrichtungsübergreifend der Zeitraum 01.01.2009 bis 31.12.2010 evaluiert.

Bei 96 Klienten/-innen, die einen Katamnesefragebogen erhalten hatten, betrug die Rücklaufquote 63,53% (N = 54), was im ambulanten Bereich ein hervorragendes Ergebnis darstellt.
Als durchgängig abstinent seit Behandlungsende bezeichneten sich 42,35% (N = 36), als rückfällig, aber in den letzten 30 Tagen durchgängig abstinent 11,76% (N = 10) und als rückfällig 7,06% (N = Personen).

Ab 2011 werden sich die ambulanten Beratungsstellen des AGJ-Fachverbandes an einem verbandsübergreifenden Projekt zur Evaluierung der ambulanten Behandlungen beteiligen. Eine große landesweite Auswertung ist für das Jahr 2013 geplant.

 

Stationäre Suchthilfe

Die Auslastung aller Rehakliniken war im Berichtszeitraum deutlich schlechter als im Vorjahr.

Auslastungszahlen 2010 2009
Freiolsheim 96,5% 105,0%
St. Landelin 96,8% 99,7%
Lindenhof 87,0% 94,0%

 

Teilweise liegt dies an der deutlich zurückgegangenen Antragszahl bei unserem Hauptkostenträger, der DRV Baden-Württemberg sowie an der von dieser verlangten Reduzierung der durchschnittlichen Verweildauer, was einen höheren Patientendurchlauf erfordert, wenn die Auslastungszahlen gehalten werden sollen.

Die Vermittlungsstatistik des Referats Suchthilfe belegt, dass 45,2% aller Vermittlungen der AGJ-Suchtberatungsstellen an AGJ-Kliniken gingen – auch dieser Rückgang (von 54%) trug zu dem im Vergleich zum Vorjahr schlechteren Ergebnis bei. Die von den Kostenträgern rückgemeldeten Berichtslaufzeiten, ein wichtiges Benchmark-Kriterium der Beleger, sind in unseren Kliniken inzwischen überall im Normbereich.

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