Kinderprojekte

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In Deutschland leben aktuell etwa 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit alkoholkranken Eltern zusammen. Hinzu kommen ca. 40.000 bis 60.000 Kinder drogenabhängiger Eltern. Weitere 500.000 Kinder wachsen bei einem Elternteil auf, der an einer Schizophrenie oder Depression erkrankt ist.

Jedes sechste Kind in Deutschland lebt mit Eltern zusammen, die sucht- und/oder psychisch krank sind.

Wenn ein Familienmitglied sucht- und/ oder psychisch erkrankt ist, verändert sich vieles im Leben des Betroffenen und seiner Angehörigen. Hat er Kinder, bedeutet die Erkrankung auch für diese eine große Belastung. Möglicherweise leiden sie an Schuldgefühlen, sind einsam und übernehmen früh und oft auch zu viel Verantwortung für ihren kranken Elternteil. Der familiäre Lebensrhythmus ist durch die Erkrankung stark geprägt - das Miteinander wird anders, der Alltag ist vermehrt durch Ängste, Unsicherheiten und Sorgen belastet. Kontinuität und Verlässlichkeit fehlen häufig und soziale Beziehungen schränken sich ein.

Vielen Kindern fällt es schwer, sich jemanden bezüglich der elterlichen Erkrankung anzuvertrauen. Aufgrund von Scham- und Schuldgefühlen wird die sucht- und/oder psychische Erkrankung in vielen Familien tabuisiert und nach außen den Eindruck einer heilen Welt vermittelt. Oft gilt es über viele Jahre dieses Familiengeheimnis zu wahren. In diesem familiären Chaos müssen die Kinder frühzeitig erwachsen werden. Sie schlüpfen in Rollen, die ihnen eine gewisse Struktur und Verlässlichkeit bieten. Für betroffene Kinder wird die Rolle als "Überlebensstrategie" zum festen Bestandteil der Persönlichkeit.

Kinder aus Suchtfamilien sind die größte bekannte Risikogruppe zur Entwicklung einer eigenen Suchtstörung oder anderer psychischer Erkrankungen. Auch Kinder psychisch erkrankter Eltern weisen ein mehrfach erhöhtes eigenes Erkrankungsrisiko auf.

Auch wenn sich eine Sucht- und/ oder psychische Erkrankung sehr unterschiedlich zeigt, sind die familiären Erfahrungen und Auswirkungen auf die Kinder in jedem Fall prägend.
Inwieweit sich die Kinder trotz ihrer belastenden und stressreichen Lebenssituation gesund entwickeln können, hängt von vielfältigen Möglichkeiten der Prävention und Hilfestellung ab. Hilfe und Unterstützung brauchen sowohl die Kinder als auch ihre Eltern und müssen in ihrer Bedürftigkeit wahrgenommen werden.
Der AGJ-Fachverband hat mit den Kinderprojekten diese immer noch vernachlässigte Gruppe hochgradig gefährdeter Kinder im Blick. Je früher bedürfnisorientierte und bedarfsgerechte Hilfen erfolgen, umso eher können Kinder in ihren Kompetenzen unterstützt werden und umso geringer ist das Risiko einer eigenen Erkrankung.  

Spezielle Gruppen für Kinder sucht- und/oder psychisch kranker Eltern gibt es in folgenden AGJ-Beratungsstellen:

 

Freiburg: MAKS Freiburg Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken
www.maks-freiburg.de

Emmendingen: MAKS Freiburg Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken
In den Räumen vom Kinderschutzbund
www.maks-freiburg.de

Müllheim: MAKS Freiburg Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken
Kindern und Jugendlichen des Landkreises Breisgau Hochschwarzwald stehen unsere Gruppenangebote in Freiburg zur Verfügung.
www.maks-freiburg.de

Ettlingen:   Kinderprojekt "KIBUS" bei Suchtberatung Ettlingen
www.suchtberatung-ettlingen.de

Sigmaringen:   Kinderprojekt "SKipP" bei Suchtberatung Sigmaringen
www.suchtberatung-sigmaringen.de

Konstanz:   Kinderprojekt "Knospe" bei Suchtberatung Konstanz
www.suchtberatung-konstanz.de

Suchthilfe Spenden

Oder direkt spenden an den: AGJ Fachverband

Kontonummer: 2022158 IBAN: DE78 6805 0101 0002 0221 58
BLZ: 680 501 01 SWIFT / BIC: FRSP DE66 XXX

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